Dieses Jahr müssen erst einmal ein paar Ketten an der Steganlage erneuert werden, bevor die Boote am 12.04. ins Wasser kommen. Wie letztes Jahr geht der Motor beim Anlegen aus. Der Motor startet wie gehabt auch sofort wieder, jedoch gibt es diesmal Achtern Kratzer. 🙁 Die Reperatur hat aber Zeit bis zum Winterlager.
Nachdem ich mit Spatz und Heitmüller gefachsimpelt habe, tausche ich den Dieselfilter und diverse Kupferringe in den Dieselleitungen aus. Damit scheint das Problem behoben zu sein. Irgendwo scheint der Motor beim Gas wegnehmen Luft gezogen zu haben – allerdings ja nicht regelmässig. Das Problem hatte ich letztes Jahr ja auch nur zu Saisonanfang und dann nicht mehr. Sehr merkwürdig.
Ab Mitte April ziehe ich auf die Odin. Es ist noch recht kühl ( Nachts um die 0 Grad ) und deshalb lasse ich die Heizung durchlaufen. Im Schiff ist es mollig warm – die 5 Kg Gasflasche ist jedoch nach 2,5 Tagen leer. 🙁 Es wird also nicht mehr durch geheizt und es wird nur nach auf 19 Grad hoch geheizt.
Am Do., den 3.7. soll es losgehen. Deshalb ist der Plan das Auto am 2.7. nachmittags nach dem Gewitterschauer nach Hause zu bringen und dann per Rad zurück zur Odin zu fahren. Der angesagte Gewitterschauer entpuppt sich allerdings als langer heftiger Regen bis in die Dunkelheit. Ich denke dann bringe ich das Auto eben Donnerstag morgen nach Hause. Das klappt dann auch so weit. Ich schaue zu Hause aufs Handy. Das Update kann ich ja auch noch schnell machen – denke ich. 🙁 Das Update ist mehrere GB groß – was ich erst später erkenne. Nämlich nachdem ich denke so langsam kann das Update aber mal fertig sein. Potzblitz – geschlagenen 2,5 Stunden braucht das Update. Damit ist das Tidenfenster vorbei und es geht erst am Fr. den 4.7. nach Bremerhaven.

Damit ist allerdings auch das Zeitfenster nach Cuxhaven dicht. Für die nächsten zwei Tage sind Böen bis acht angesagt und für Sonntag abend starke Regenfälle in Cuxhaven.

Da warte ich doch noch einen Tag und am Mo., den 7.7. geht es um 11:45 Uhr weiter. Um 12:30 Uhr bin ich durch die Schhleuse durch und auf der Weser. Leider hat der Wind eine zu hohe Nordkomponente. Bis zum Abzweig in die alte Weser wird unter Motor gefahren. Am Nachmittag bei NW-lichen Wind um die 5-6 bft setzte ich die Segel. Ein paar Kreuzschläge muss ich noch machen, bevor ich Elbe 1 anlegen kann. Nordergründe will ich dann bei der Welle doch nicht zu nahe kommen. 🙂


Nach einem anstrengeden Segeltag sind die Leinen um 23:15 Uhr im LCF fest. Das Biminigestänge Steuerbord achtern ist an der unteren Steckhülse nicht mehr fest und die Steuerbordposi leuchtet nicht mehr. 🙁
Der nächste Tag ist grau in grau. Für den übernächsten Tag sind 14 Sonnenstunden und eine Windstärke weniger vorausgesagt. Also wird ein Hafentag eingelegt.
Der Wetterbericht hat Recht und bei besten Sonnenschein geht es zur Schleuse nach Brunsbüttel. Dort bricht in der Schleuse Hektik aus. Der Segler vor mir meint ein ganz neues Anlegemanöver fahren so müssen und fährt erst einmal weit zurück ohne zu gucken wer von hinten aufkommt. Das bin natürlich ich und bevor der mir im Bugkorb hängt muss ich auch rückwärts fahren. Glücklicherweise bin ich der letzte der in die Schleuse einfährt. Ich fahre dann an den Segler vorbei, um an einem anderen Segler mit meiner Backbordseite längsseit zu gehen. Bevor ich meine Achterleine übergeben kann drückt mich der Wind aber weg und ich muss mich per Hand von einem Bischi abdrücken, bevor ich dann doch noch meine Achterleine übergeben kann. Um 16:15 Uhr mache ich an der Schleusenanlage Gieselau Kanal fest. Es ist recht eng, da die Steganlage auf der rechten Kanalseite noch immer neu gemacht wird. Das war letztes Jahr auf der Rückreise auch schon so. Der Schleusenmeister erzählt mir das es nur zwei Zimmerleute gibt. Und das Schiff, welches die Pfähle rammt, ist aktuell defekt. Armes Deutschland.



Am 11.7. istr mal wieder Basteltag auf der Odin. Bei der Stb-Posi gab es einen Kabelbruch. Das Kabel ist durch das Relingsrohr geführt. Dummerweise ist das Kabel im Gehäuse vergossen und ausserdem nicht besonders lang, so dass die Verbindungsstelle für die Verlängerung noch im Relingsrohr ist. Ich weiss – eigentlich soll man an Bord keine Kabel verlöten. Aber ich dachte, wo soll da so viel Bewegung herkommen das die Lötstelle nicht hält? Tatsächlich muss beim Kreuzen in der knapp zwei Meter Welle vor Nordergründe die Bewegung zum Kabelbruch geführt haben. 🙁 Eine andere Erklärung habe ich nicht.
Weiterhin soll ich noch die Länge des Überhangs des Bugkorbes n das BSH senden. Ich hatte mich im Frühjahr dazu entschieden die Odin ins Seeschiffsregister eintragen zu lassen. Dazu muss beim BSH ein Schiffsmessbrief beantragt werden. Und den Wert musste ich noch nachreichen. Also noch eine E-Mail geschrieben und 14 Tage später lag der Schiffsmessbrief im Briefkasten.
Denn Antrag darauf hatte ich allerdings schon am 14. Mai per Onlineformular gestellt. Wenn dieser also erst einmal in Bearbeitung ist geht der Vorgang ratzfatz.
Da ich jetzt jedoch erst einmal unterwegs bin wird der Eintrag ins Seeschiffsregister erst im Herbst oder Winter gestellt werden. Das Formular dazu kann zwar Online ausgefüllt werden. Abgeben muss ich den aber persönlich.



Am Abend kommt dann Jens vorbei und beim Vino geniessen wir die Aussicht.

Übers Wochenende kommt Jochen zu Besuch. Samstag wird in der Kieler Förde gesegelt und am Sonntag geht es zum Kuchen essen nach Strande.

Nach einigen weiteren Hafentagen geht es weiter.

Die Schießgebiete vor Kiel sind in Betrieb. Da muss ich den Umweg drumherum nehmen. Wind ist recht unbeständig und den Versuch zu Segeln, gebe ich nach einer knappen Meile auf. Später nimmt er ganz ab und ich werde von hunderten merkwürdigen Fliegen überfallen. Sehen beinahe wie Wespen aus – jedoch definitiv ohne Stachel. Echt lästig.

Großenbrode Fähre habe ich heute als Übernachtungsplatz ausgesucht. DP07 gibt durch das die Durchfahrtshöhe wegen Bauarbeiten drei Meter niedriger als „normal“ ist. Hmmm, ein absoluter Wert hätte mir mehr geholfen, obwohl die Höhe natürlich auch noch vom Wasserstand abhängig ist. Ok – ein Blick in die Seekarte sagt mir das ich mit 18 m rechnen kann. Das sollte bei ca. 15 m Masthöhe also kein Problem sein.
Kaum sind die Leinen fest, lassen sich Schwalben darauf nieder.

DP07 liest um 0740 etwas von „Flensburg bis Rügen strichweise Gewitterböen 7 bf aus NE“ und „Fehmarn bis Rügen schwachwindig ztw. NE3, strichweise Gewitterböen, Nebelfelder“ vor. Das sieht Wetter Online und Windy nicht so, und so löse ich um 10:00 Uhr die Leinen. Bei SSW2 motore ich über die Mecklenburger Bucht nach Wismar. Wo ich um 16:10 Uhr die Leinen im Westhafen fest habe.

Die Odin wird gewartet und mit Jörg geht es ins „Stuuv – Brauerei & Schenke“, die ihr eigenes Bier brauen. Lecker.
Christoph kommt und wie gehabt wird eingekauft und am nächsten Tag werden die Leinen los geworfen.

Wetter Online meldet für den Nachmittag „Unwettergefahr – Anhaltender Starkregen und Gewitter“. Rechtzeitig machen wir in Burgstaaken fest und haben zu Regenbegin die Kuchenbude aufgebaut.
Der Tag drauf sieht uns unter Deck. Mit mal weniger oder mehr Wasser von oben regnet es Tag und Nacht.
Tags darauf, nach eineinhalb Tagen Dauerregen, geht es zum Mittagessen und Sightseeing nach Burg. Der leichte Regen während des Essens stört uns nicht und danach ist die Luftfeuchtigkeit zwar recht hoch, aber es regnet erst einml nicht mehr.
Der Do., 24.07. sieht uns bei eher Flaute als Schwachwind nach Gedser motoren. Beim Bezahlautomat kann man die Liegegebühr bezahlen. Wasser und Strom brauchen wir nicht. Benötigen wir also noch eine Guthabenkarte? Das kann man der Anleitung nicht so richtig entnehmen. Wer duschen will braucht die jedoch auf alle Fälle, da von dem Guthaben was darauf gebucht wird, diese bezahlt wird.
Hier ein paar Eindrücke aus Gedser.






Tags darauf geht es erst segeln los. Kurze Zeit später muss aber die eiserne Genuea gestartet werden. Um 12:45 Uhr können wir aber Groß- und die Genua aus Segeltuch setzen. Die werden dann erst wieder für das Hafenmanöver geborgen. In Klintholm hat sich anscheinend nichts geändert. Tags darauf können wir die ersten zwei Stunden noch segeln.

Am Møn Fyr geht es vorbei und die Bugspitze wird langsam Richtung Nord gedreht.

Dabei passieren wir Møns Klint. Nach 24,1 sm machen wir die Leinen in Rødvig fest.

Weiter geht es bei SW 2 per Motor u.a. an Stevn Klint vorbei.

Wir fragen uns wie stabil wohl die Højerup Gamle Kirke steht. Kurz vor 13:00 Uhr liegen wir im Yachthafen von Dragør.
Im Stadthafen hätte man wohl auch noch festmachen können. Wie es sich aber zeigt geht es dort recht „hoch“ her. Es gibt eine recht gut erhaltene Altstadt, welche gut besucht wird. Der Stadthafen gehört auch dazu.





Mit dem Fahrrad wäre man von hier aus in einer Stunde in Kopenhagen. Wir kaufen uns jeder jedoch für DKR 100 ein Tagesticket für den Bus. Dies gilt auch für die Kopenhagener U-Bahn. Wir verbringen also den Tag mit Sightseeing.

Am Freibad an der Kalvebod Boelge gehen wir zur Insel Slotsholmen, auf der seit dem Mittelalter zahlreiche Regierungseinrichtungen stehen.


Weiter geht es zur Frederiks Kirke,

zum Rosengarten

und dem Rosenborg Slot.

An der Princess Marie Sankt Albans Kirke vorbei

gehts es zur Lille Havfrue.


Wir steigen in die U-Bahn ein, die uns zum Denkmal für Hans Christian Oersted bringt.

Der nächste Tag bringt viel Arbeit am Steuerrad mit sich. Mal schralt, mal raumt der Wind bei so mancher Böe mit guten sechs bft aus W-SW. Wegen der Langabdeckung gibt es jedoch wenig Welle. Bei nur insgesamt 1,9 sm unter Motor, fürs ab- und anlegen, verbringen wir einen schönen Segeltag nach Helsingør.

Wir passieren Schloss Kronborg und fahren in den Yachtfafen. Der ist recht groß – die Boxen aber eher nicht sehr breit. 🙁 Es ist gegen 14:00 Uhr und wir sind mit einer Bootsbreite von 3,30 m recht lange am suchen, bevor wir die Leinen fest machen können. Wir schauen uns das nette Städtchen an und am nächsten Tag besuchen wir Schloss Kronborg – auch bekannt als Hamletschloss.

Nur 4 Km östlich liegt das heutige schwedische Helsingborg. Damals war das noch alles dänisch und um 1420 wurde in Helsingør damit bekonnen eine Festung zu bauen. Seit der Zeit wurde fleissig Zoll eingenommen, was eine wesentlichen Anteil an dem Reichtum Dänemarks zu jener Zeit ausmachte. Nach Jahrhunderten wurde das Schloss Kronborg am 15. April 1582 offiziell eingeweiht es war nun auch königlicher Wohnsitz. Viele international Feste wurden dort damals ausgerichtet. Dies ist auch Teil der Ausstellung. Wer möchte kann sich in festliche Gardrobe kleiden und an solch einem „Fest“ teilnehmen. Für die Kinder werden Schatzsuchen organisiert.
Ich denke ein Besuch des Schlosses ist ein muss, sollte man in die Gegend kommen.





Das war das Vormittagsprogramm. Nachmittags sollte es weitergehen. Bei westlichen Winden mit immer noch guten sechs bft verschieben wird die Abfahrt auf den Folgetag. Mit Wind aus SE 4-5 abflauend passt der Wind nach Odden Havn auch viel besser.

Wir haben Freitag und ab Montag Nacht soll es von Dienstag bis Donnerstag viel Wind geben. ( In Böen neun ). Wir müssen also Strecke Richtung Süden machen und so motoren wir bei E-SE 2 gute 49 sm nach Kerteminde.


Der Samstag fängt mit Nebel an. Der lichtet sich gegen 9:00 Uhr etwas. Wir starten den Motorr und lassen Kerteminde hinter uns.


Wir passieren Langelandsbroen und Rudkøbing.


Eigentlich sollte Marstal unser Übernachtungshafen werden. Nach einen Blick auf den Wetterbericht, und da Christoph wegen den dort häufiger Mal vorhandenen Algenausdünstungen sowieso etwas gegen Marstal hat 🙂 , entschliessen wir uns den Kurs Richtung Bagenkop abzusetzen. Aber auch den Hafen lassen wir links liegen und machen uns nach Heiligenhafen auf. Bei SW-lichen Winden machen wir bis zu 7,5 Kn FüG. Dort sind die Leinen nach guten 80 sm um 0:35 Uhr fest.

Nach dem Ausschlafen pfeifft der Wind in den Masten und tagsüber ist immer mal wieder Regen angesagt und der Wind soll aus SW 5 Böen 6 angesagt. Morgen gleiche Windstärke – allerdings aus W und es soll trocken bleiben. Wir bleiben also. Mittags Pizza. Zum Abend hin soll es Guinness im Irish Pub The Baltic Mermaid geben. Das hat traurigerweise geschlossen. Wir laufen noch ein bisschen durch Heiligenhafen.

Wir entdecken die Nobody. 1934 bei Johann Reiners in Lesumbrok gebaut. Sie macht einen sehr guten Eindruck.

Am Montag werden die Leinen um 10:10 Uhr los geworfen. Bei W 5-6 werden die Segel gesetzt. Gegen Mittag hat der Wind soweit abgeflaut, das die Segel geborgen werden. Eine gute Stunde später haben wir wieder genug Wind zum Segeln. Unter Segel erreichen wir am späten Nachmittag Wismar. Dort machen wir die Leinen wieder im Westhafen fest.
Wir machen noch einen Hafentag, bevor Christoph sich am Mittwoch auf den Weg nach Hause aufmacht. Die angesagten Böen mit 9 bft gehen netterweise weiter nördlich durch.
Die nächsten Tage lass ich es mir gut gehen. Trotzdem gibt es natürlich das eine oder andere zu erledigen. Wäsche waschen, Diesel nachtanken und bunkern, Wasser bunkern ( kostet €1,00 / 100 l )
Zwischendurch ist der Glaszylinder meiner Petroleumlampe kaputt gegangen. Ich versuche Ersatz zu bekommen. Allerdings ist es fraglich, ob bis zum geplanten Abfahrtstag das Paket ankommt. So verschiebe ich das Projekt auf zu Hause.
Am Mi., 13.8. startet dann der „Flotillentörn“ mit Jörg.


Der Zielhafen heißt Kühlungsborn.


Am nächsten Tag verschlägt es uns nach Großenbrode Fähre.


Nach einer Übernachtung in Marstal geht es auf das knapp 9sm entfernte Inselchen Drejø. Laut Wikipedia hat diese eine Fläche von 4,26 km² und 60 Bewohner (1. Januar 2025). Ich schätze der Yachthafen im Süden hat gute 20 Liegeplätze. Notfalls kann man aber neben dem Hafen auch den Anker ausbringen.
Der noch kleinere Yachthafen im Norden hat noch weniger Platz und ist nur was für flachgehende Boote.
Wir machen einen Hafentag und erkunden das Inselchen.





Jörg hatte sich zu Anfang des Törns den Rücken „verrenkt“. Die Schmerzen lassen nicht nach und er will zurück nach Hause. Erster zwischenstopp wird Bagenkop.



Von dort aus geht es wieder nach Heiligenhafen. Am nächsten Tag macht sich Jörg nach Wismar auf. Nach konsultieren des Wetterberichtes bleibe ich noch einen Tag in Heilgenhafen. Morgen soll der Wind von W auf NE – E drehen und danch wieder für länger Zeit auf West drehen. Auch mit viel Wind. Gegen den Wind anbolzen ist nicht so meins. Nach einem entspannten Hafentag segel ich dann nach Strande. Dort wird der viele Wind abgewettert. U.a. mache ich eine Radtour zum Leuchtturm Bülk und danach zum Leuchturm Friedrichsort.






Die Excelsior LT 472 kreuzt bei schwachem Wind durch die Friedrichsorter Enge. Respekt.


Über Möltenort, Giesenaukanal und Brunsbüttel geht es nach Cuxhaven.

Um kurz nach 6:00 Uhr sage ich der Kugelake ade und um kurz nach 11:00 Uhr passiere ich den OWP Nordergründe.

Nach 12,5 Std. und 84sm sind die Leinen wieder am Lesumanleger fest. Immer wieder erstaunlich was so ein bischen mitlaufender Strom doch ausmacht.

Zur Statistik:
Seetage 30 / Hafentage 26 macht zusammen 56 Tage unterwegs. Gesamte Seemeilen 982,3 – davon 701,2 unter Motor und 281, 1 unter Segel.





































































































